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Dienst-Tarifrunde startet ohne Arbeitgeber-Angebot

Von:
Reuters

Potsdam/Berlin (Reuters) - Die Tarifverhandlungen für etwa 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen sind ohne ein konkretes Lohnangebot in die erste Runde gegangen.

ARCHIV: Menschen bei einer Demonstration der deutschen Gewerkschaft Verdi in Berlin, Deutschland

Potsdam/Berlin (Reuters) – Die Tarifverhandlungen für etwa 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen sind ohne ein konkretes Lohnangebot in die erste Runde gegangen.

“Ein positives Signal an die Beschäftigten ist leider ausgeblieben”, erklärte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, am Dienstag in Potsdam. Die Verhandlungen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und den kommunalen Arbeitgebern hätten in einer sachlichen Atmosphäre stattgefunden. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Februar angesetzt. In der Vergangenheit wurde eine Einigung häufig erst in einer dritten Verhandlungsrunde erzielt. Diese ist für den 27. bis 29. März in Potsdam geplant.

Die Gewerkschaften Verdi und dbb-Tarifunion fordern für die Angestellten bei Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Faeser hatte mit schwierigen Gesprächen gerechnet. “Die Forderungen der Gewerkschaften sind hoch”, sagte die SPD-Politikerin zum Auftakt der Tarifrunde. “Wir haben eine angespannte Haushaltslage, insbesondere gerade in den Kommunen.” Am Ende werde es aber eine faire Einigung geben.

Der Verhandlungsauftakt wurde von Protesten begleitet. Mit Trillerpfeifen und Sprechchören verliehen Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst ihren Forderungen Nachdruck. Faeser ging auf sie zu und schüttelte zahlreiche Hände. “Das kriegen wir schon hin”, sagte sie. Der öffentliche Dienst erwarte zurecht eine angemessene lohnpolitische Antwort auf die Energiekrise. Was das in Zahlen bedeute, würden die Verhandlungen zeigen.

(Bericht von Holger Hansen und Christian Krämer; redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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