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Silber: Die Nerven liegen blank! Was sagt die Charttechnik?

Von
Robert Schröder
Aktualisiert: Feb 15, 2022, 23:01 GMT+00:00

Die Themen Inflation und der Ukraine-Konflikt hatten Silber zuletzt wieder dicht an die Marke von 24 USD gehievt. Doch an dieser Linie erneut Schluss!

Silbermünze

2022 sollte ja eigentlich alles besser werden für das Edelmetall Silber. Doch bisher sind die ersten sechs Wochen alles andere als gelungen. Missmut, Ungläubigkeit und Resignation machen sich unter Silberanlegern breit. Die klassischen und antrainierten Argumente für steigende Kurse greifen offenbar heute nicht mehr. Weder die immer weiter um sich greifende Inflation, noch der Ukraine-Konflikt als klassischer Krisenfall können bislang dafür sorgen, dass die Silberkurse signifikant anziehen. 

Im laufenden Börsenjahr kommt Silber unterm Strich bisher auf keinen grünen Zweig. Die Kursschwankungen bleiben allen Marktteilnehmern erhalten. Weder auf der Long- noch auf der Shortseite können sich nachhaltige Trends etablieren. Der Saldo der Kursgewinne liegt im homöopathischen Bereich. Zuletzt sah es so aus, als könne der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dem notwendigen Kursschub Vorschub leisten. Doch nach einer sich abzeichnenden Entspannung infolge diplomatischer Bemühungen seitens Deutschland brachen die Kurse erneut deutlich ein. Und das erneut an einer charttechnisch heiklen Stelle!

Silber: Eine weitere Ehrenrunde im charttechnischen Nirwana

Silber scheint langsam aber sicher eine sogenannte “Never Ending Story” zu werden. Seit Wochen und Monaten wechseln sich schnelle Aufwärtsbewegung mit ebenso schnellen und abrupten Abwärtswellen ab. Nicht zum ersten Mal dachten ja viele Marktteilnehmer, dass Silber jetzt die Korrektur hinter sich gebracht hat und in die Senkrechte gehen würde. 

Auch die letzten Handelstage waren wieder so eine Phase. Im Zuge der Kriegsangst zog Silber ab Anfang Februar wieder deutlich an und näherte sich mit dem Tageshoch vom 15. Februar wieder der Marke von 24 USD. Doch wie schon Mitte November 2021 und Mitte Januar reichte die Kraft der Bullen nicht aus, um sich nachhaltig über den Abwärtstrend bzw. die entsprechende obere Dreieckslinie abzusetzen. Es kam wieder zu einem negativen Pullback an dieser viel beachteten Linie.

Der Ausbruch ist nur noch eine Frage der Zeit

Vor diesem Hintergrund hat die letzte Analyse an dieser Stelle vom 31. Januar „Silber verliert 7,5 Prozent! Was ist jetzt wichtig für Trader?“ auch heute noch Bestand. Nachdem die obere Dreieckslinie erneut fast punktgenau abgelehnt wurde, ist jetzt die Wahrscheinlich hoch, dass sich die Kurse per Tendenz wieder der unteren Dreieckslinie annähern. Diese Linie verläuft weiterhin bei etwa 21,45/50 USD. Aber auch ein kurzer und schneller Fehlausbruch auf ca. 21,80 oder gar 21,50 USD muss konkret im Hinterkopf behalten werden!

So oder so. Je länger dieses Pingpong-Spiel innerhalb des Dreiecks noch dauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines starken und impulsiven Ausbruchs. Da Silber seit Sommer 2020 einen starken Anstieg korrigiert, stehen die Chancen gut, dass sich dieser Ausbruch gen Norden orientieren wird.

Über den Autor

Robert Schröder beschäftigt sich seit 2004 professionell mit den Aktien- und Finanzmärkten. Neben der klassischen Charttechnik, die er aus dem Effeff beherrscht, hat er sich auf die Elliott-Wellen spezialisiert.

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