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DAX: Inflation, steigende Zinsen, Kriegsgefahr! Doch wo bleibt der Crash?

Von
Robert Schröder
Aktualisiert: Feb 9, 2022, 23:29 GMT+00:00

Trotz Inflation, drohender Zinswende und einem eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, sendet der DAX positive charttechnische Signale.

DAX Symbolbild

Die Gemengelage für den deutschen Aktienindex DAX könnte derzeit in Kombination kaum schlechter sein. Die Omikron-Welle spielt zwar mittlerweile kaum noch eine Rolle, doch andere Faktoren sind in den letzten Wochen deutlich in den Vordergrund gerückt. Neben dem Dauerthema Inflation und die drohende Zinswende ist mit einem Mal die Kriegsgefahr in der Ukraine zu einem ernsthaften und realen Problem geworden. 

Besonders der Konflikt um Nord Stream 2 könnte wiederum der Inflation in Deutschland und im Euroraum neuen Auftrieb geben. Doch den DAX lässt das alles bisher vergleichsweise kalt. Trotz der Dauerwarnungen von Crash-Propheten. Charttechnisch gibt der DAX sogar Entspannungssignale und könnte bald schon wieder mit neuen Rekordhochs glänzen!

DAX hält sich an Prognose: Seitwärtsbewegung weiter aktiv

Schon in der letzten Analyse an dieser Stelle vom 22. Dezember 2021 „DAX 2022: Zwischen Omikron und negativen Realzinsen“ hatte sich eine Seitwärtsbewegung beim deutschen Leitindex herauskristallisiert. Jetzt, sieben Wochen später, hat sich daran auch rein gar nichts geändert. Die Seitwärtsbewegung zwischen ca. 14.800 und 16.050 hat sich offenbar fort- und durchgesetzt. 

Das bärische Szenario in Richtung 13.500 bis 12.400 wurde in diesem Zusammenhang nicht aktiviert. Die Unterseite der Unterstützungszone war zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr, sondern hat komfortabel gehalten. Zudem hat sich der DAX auch recht gut an die Kursprognose gehalten. Wie erwartet kam es nach dem 22.12 nochmals zu einem Test der 16.000er-Markt, um von dort aus nochmals kurz unter die 15.000 Punkte zu fallen und dort einen erneuten positiven Pullback einzuleiten. Das jüngste Tief beim DAX lag in diesem Zusammenhang am 24. Januar bei 14.953 Punkten.

16.290 + X: Neue Rekordhochs sind die wahrscheinlichste Option

Nachdem der DAX sich also per Tendenz weiter seitwärts orientiert und damit klar eine Konsolidierung zeigt, gilt es sich für Anleger und Trader sich wieder gen Norden zu orientieren. Denn neben der besagten offensichtlichen Seitwärtsbewegung zeigt der DAX noch weiter bullische Anzeichen.

Achten Sie im vorliegenden Tages-Chart auch auf den grünen Trendkanal, der die Aufwärtsbewegung seit dem Corona-Crash nahezu perfekt einrahmt. Mit dem Tief vom 24. Januar und dem 4. Februar wurde hier jeweils die untere Trendkanallinie touchiert. In beiden Fällen gab es eine größere bullische Reaktion. Kann das Zufall sein?

Warten auf den Ausbruch

Zusätzlich wurden die Kursausschläge in den letzten Wochen immer kürzer. Dieses Verhalten hinterlässt im Chart ein zusammenlaufendes Dreieck, das ebenfalls auf steigende Kurse hindeutet. Bricht der DAX jetzt also über die Marke von 15.7336 per Tagesschlusskurs nach oben aus, so könnte sich im Anschluss eine kleine Frühjahrsrally zurück auf 16.000 bis 16.300 einstellen. 

Je nach Dynamik sind im Anschluss daran auch deutliche neue Allzeithochs von etwa 16.500 bis hin zu 17.000 Punkte denkbar. Voraussetzung für dieses bullische Setup ist aber, dass der DAX nicht aus der Seitwärtsbewegung nach unten ausbricht. Kurse unterhalb von 14.818 sind also ab jetzt tabu!

Über den Autor

Robert Schröder beschäftigt sich seit 2004 professionell mit den Aktien- und Finanzmärkten. Neben der klassischen Charttechnik, die er aus dem Effeff beherrscht, hat er sich auf die Elliott-Wellen spezialisiert.

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