Die Kryptowährung Cardano (ADA) befindet sich in einem handfesten Bärenmarkt. Doch aus Sicht der Charttechnik könnte der Trend bald wieder drehen.
Der Markt der Kryptowährungen befindet sich bereits dem Herbst des letzten Jahres in einer großen Abwärtsbewegung. So gut wie keine Kryptowährung konnte sich dieser breitangelegten Baisse entziehen. Kursverluste von 50 bis 70 Prozent sind in diesem Segment keine Seltenheit. Die Kryptowährung Cardano (ADA) bildet hier keine rühmliche Ausnahme.
Seit dem Rekordhoch im September 2021 ging es für Cardano kontinuierlich abwärts. Erst am 22. Februar wurde in diesem Zusammenhang mit 0,813 USD der tiefste Stand seit 12 Monaten erreicht. Anleger und Kryptotrader fragen sich jetzt fast täglich, ob und wann denn nun endlich ein belastbares Tief erreicht sein könnte. Die Charttechnik könnte eine halbwegs konkrete und handfeste Antwort auf diese Frage geben.
Diejenigen Trader, die am Hoch bei 3,10 USD Anfang September 2021 eingestiegen sind, sind jetzt mit einem satten Verlust von über 70 Prozent im Minus. Zumindest dann, wenn sie langfristig orientiert sind und auf einen langfristigen Kurs von 58 USD im Jahr 2030 spekulieren. Kurzfristige Trader sind sicher schon längst ausgestiegen, wetten auf fallende Kurse oder suchen einen Wiedereinstieg.
Zuletzt waren die Kurse weniger stark gefallen. Das letzte Tief liegt nur knapp 11 Prozent und dem vom 22. Januar. Die Abwärtsdynamik scheint also etwas aus dem Markt zu entweichen. Das zeigt sich auch am RSI-Indikator, der jüngst mit dem letzten Tief selbst kein neues Tief mehr generiert hat und somit eine positive Divergenz ausgebildet, die für sich genommen ein erstes kleines Hoffnungssignal ist.
Zusätzlich zum RSI sind die zwei folgenden Dinge im Tages-Chart wichtig: Zum einen die grüne Unterstützungszone zwischen ca. 1,00 und 0,83 USD. Zum anderen der eingezeichnete fallende Keil bei Cardano, der für sich genommen auch ein positives Signal ausstrahlt.
Die Unterstützungszone hat mit dem letzten Kurstief komfortabel. Der kleine Fehlausbruch kann in diesem Zusammenhang vernachlässigt würde.
Beim fallenden Keil hat die untere Keillinie zuletzt gut gehalten. Dort hat Cardano einen ersten kleinen bullischen Pullback gezeigt. Diese noch junge und relativ kleine Aufwärtsbewegung könnte sich jetzt ausdehnen und bis zur oberen Keillinie laufen. Je nachdem wie dynamisch diese Bewegung jetzt wird, könnte die obere Keillinie zwischen bei etwa 1,02 und 1,20 USD. Doch erst bei stabilen Kursen über 1,26 USD könnte Cardano ein Kaufsignal auslösen. In diesem Fall könnte sich der Kurs schnell wieder in Richtung 2,37 bis 2,50 USD erholen.
Robert Schröder beschäftigt sich seit 2004 professionell mit den Aktien- und Finanzmärkten. Neben der klassischen Charttechnik, die er aus dem Effeff beherrscht, hat er sich auf die Elliott-Wellen spezialisiert.