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Verbraucherlaune in USA trübt sich überraschend ein

Von:
Reuters

Washington (Reuters) - Die Verbraucherstimmung in den USA hat im März überraschend einen Knacks erhalten.

ARCHIV: Kunden kaufen Lebensmittel vor dem Thanksgiving-Fest in einem Supermarkt in Chicago, Illinois

Washington (Reuters) – Die Verbraucherstimmung in den USA hat im März überraschend einen Knacks erhalten.

Das Barometer hierfür fiel im März auf 63,4 Punkte von 67,0 Zählern im Februar, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer stabilen Stimmung gerechnet. Es war der erste Rückgang binnen vier Monaten. Die Konsumenten bewerteten ihre Lage schlechter als im Vormonat und blickten auch skeptischer in die Zukunft als zuletzt. Dabei spiegelt das Stimmungsbild noch nicht annähernd die volle Wirkung der jüngsten Bankenturbulenzen wider, da 85 Prozent der Umfrageantworten vor Ausbruch der Erschütterungen an den Börsenplätzen hereinkamen.

Die kalifornische Silicon Valley Bank ging ebenso pleite wie die New Yorker Signature Bank. Und die strauchelnde US-Regionalbank First Republic bekam ein Unterstützungspaket. Die Finanzmärkte sind entsprechend nervös: Ein erneuter Ausverkauf im US-Bankensektor aus Angst vor einer neuen Finanzkrise bremste die Wall Street am Freitag aus.

Neben den alarmierenden Schlagzeilen aus dem Bankensektor ist auch die Inflation für die US-Verbraucher ein Grund zur Sorge: Denn sie erwarten mit Blick auf die kommenden zwölf Monate eine Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen von 3,8 Prozent, womit das Inflationsziel der Notenbank Fed von 2,0 Prozent noch bei weitem nicht in Reichweite gelangen würde.

Die Inflation in den USA hat sich vor der anstehenden Zinssitzung der Fed am Mittwoch zwar spürbar abgeschwächt. Die Teuerungsrate fiel im Februar auf 6,0 Prozent von 6,4 Prozent im Januar. Doch Fed-Chef Jerome Powell hat klargemacht, dass noch ein langer und steiniger Weg zum Erreichen des Inflationsziels vor der Notenbank liegt. Die Fed könnte laut Ökonomen die Leitzinsspanne von aktuell 4,50 bis 4,75 Prozent um einen Viertel-Prozentpunkt anheben. Doch manche Experten erwarten, dass die US-Währungshüter wegen der Bankenturbulenzen eine Zinspause einlegen könnten.

(Bericht von Lucia Mutikani, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Klaus Lauer; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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