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Autoverband VDIK rechnet mit Markterholung in Deutschland

Von:
Reuters

Frankfurt (Reuters) - Der Verband der Autoimporteure VDIK erwartet nach einem leichten Rückgang des deutschen Pkw-Marktes in diesem Jahr eine Erholung 2023.

ARCHIV: Autos auf dem Parkplatz des Auto-Reimport-Unternehmens Simon in Emmering bei München

Frankfurt (Reuters) – Der Verband der Autoimporteure VDIK erwartet nach einem leichten Rückgang des deutschen Pkw-Marktes in diesem Jahr eine Erholung 2023.

“Wir rechnen für 2023 mit 2,75 Millionen neuen Pkw. Das entspricht einem Wachstum von sechs Prozent”, erklärte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel am Freitag in Frankfurt. In diesem Jahr sinken die Neuzulassungen in Deutschland nach Einschätzung des VDIK um ein Prozent auf 2,6 Millionen. Gegenüber dem Boomjahr 2019 ist das ein Rückgang um eine Million Neuwagen.

Seit einigen Wochen gingen die Auftragseingänge deutlich zurück, erklärte Zirpel. Kaufzurückhaltung der Kunden könne dem Markt bald ebenso zu schaffen machen wie angespannte Lieferketten. Zunächst könnten die Hersteller aber noch den Auftragsstau abarbeiten, der vom mangelnden Neuwagenangebot aufgrund fehlender Halbleiter seit mehr als zwei Jahren entstanden war. Zudem setzen die Autobauer auf einen Nachholeffekt nach geringerem Absatz seit dem Boomjahr 2019. Ein Auto sei im Schnitt zehn Jahre alt, der Erneuerungsbedarf daher gewachsen.

Der Absatz von Autos mit elektrischen Antrieben – reine E-Autos und Hybridwagen – werde in diesem Jahr um neun Prozent steigen, die Wachstumsdynamik lasse nach. Der Markt drohe nach kräftigem Wachstum dank staatlicher Förderung in eine kritische Phase zu kommen. Es sei nicht hilfreich, dass die Bundesregierung gerade jetzt die Kaufförderung kürze. So fallen Plug-in-Hybride ab 2023 aus der Förderung heraus. “Mit den geplanten Kürzungen läuft die Bundesregierung Gefahr, einem Teil des Elektroautomarktes den Stecker zu ziehen.” Subventionen seien aber weiterhin notwendig, um den Umstieg auf E-Autos voranzutreiben und damit die Klimaschutzziele zu erreichen.

(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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