EURUSD-Währungspaar konsolidiert sich oberhalb von 1,17 – Das Ende der QE?

Colin First
Euro-Upchart-2

Das EUR/USD-Währungspaar schloss gestern bei über 1,17, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) auf dem Treffen in Lettland in der nächsten Woche einen QE-Ausstieg diskutiert hatte. Der Aufwärtstrend zu Gunsten des Euro entstand auch durch die Aussage des italienischen Premierministers Conte, der erklärte, sein Land habe keine Pläne, den Euro zu verlassen. Zum Zeitpunkt der Beitragsabfassung wurde das Paar bei 1,1715 gehandelt. Die Korrekturrallye vom Tiefststand von 1,1510 könnte weiter ausgebaut werden, da das Gerede um das Ende der QE und die Erleichterung über das Ende der Probleme in Italien offenbar eine Auflösung der in der vergangenen Woche eingeleiteten rückläufigen EUR-Wetten (Hedges) ausgelöst haben.  Diese Nachricht, dass ein Ende des QE-Programms bevorsteht, stammt von Bloomberg, die aus gut unterrichteten Quellen zitierten, dass dies am Ende des Monats bekanntgegeben werden sollte. In seiner Rede erwähnte der italienische Premierminister Conte auch seine Pläne für Steuersenkungen der neuen Regierung. Die Aussage, dass die Sozialausgaben erhöht werden sollte, ließ die italienischen Anleiherenditen anziehen, was ebenfalls eine zinsbullische Unterstützung für den Euro bedeutete. Der Markt wird sich von nun an auf die EZB konzentrieren. Die Politik in Italien und Spanien wird die zweite Geige spielen, da wir jetzt in beiden Ländern neue Regierungen gewählt worden sind.

EURUSD-Währungspaar notiert höher

In der kommenden Woche wird der US-Dollar weiter nachgeben. Das EUR/USD-Währungspaar war in der Lage, sich oberhalb der Marke von 1,1616 aufzuhalten. Dieses Niveau spiegelt das Hoch von 2016 wider. Der Messbereichswiderstand bei 1,17140 ergibt sich aus eine Konfluenz aus horizontaler Ebene sowie dem Fibonacci-Retracement. Die horizontale Ebene ist signifikant, da das Paar in der zweiten Jahreshälfte 2017 bei mehreren Rückgängen seinen Kurs halten konnte.

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EURUSD Stunden-Chart

Der gleitende 20-Tage-Durchschnitt liegt derzeit bei 1,1750. Makroökonomisch vermeldeten sowohl der ISM Non-Manufacturing PMI & Services PMI-Index als auch JOLTs Jobs Opening positive Daten. In Europa gab es gemischte Daten, welche aber keinen Einfluss auf das Währungspaar zeigten, da sich die Anleger auf die Nachrichten aus der Politik und das politische Klima in Europa konzentrierten, was dem Paar half, sich oberhalb der Marke von 1,17 zu konsolidieren. Die erwartete Unterstützungs- und Widerstandsspanne für das Paar liegt bei 1.1685/1.1645 und 1.1743/1.1775.

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