Das EURUSD-Währungspaar eröffnete relativ “flach” die Woche wegen mangelnder Fortschritte im europäischen politischen Klima.

Colin First

Das EURUSD-Währungspaar eröffnete die Woche relativ „flach“ und bewegte sich während der asiatischen Handelszeiten innerhalb einer engen Bandbreite Das Paar notiert deutlich in der Nähe der Marke von 1,16. Dennoch gelang es am Freitag dem Währungspaar zweimal nicht, die 1,17 zu halten. Während die Kurskorrektur zugunsten des Euros auszufallen scheint, stellt die Realität dar, dass die Euro-Bullen Schwierigkeiten haben, an Schwung zu gewinnen, da das angespannte europäische politische Szenario die europäischen Märkte weiterhin in Atem hält. Während Italien letzte Woche eine Regierung bilden konnte, wurde der spanische Premierminister Mariano Rajoy durch ein Misstrauensvotum im Parlament verdrängt. Seine Position nahm sofort Pedro Sanchez von der spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei ein.

EURUSD stabil

Außerdem haben die Nationalisten am Samstag die Kontrolle über die katalanische Regierung wiedererlangt und sofort zu Unabhängigkeitsgesprächen aufgerufen. Die Euro-Bullen sehen sich auch mit Problemen konfrontiert, da US-Präsident Trump letzte Woche angekündigt hat, Einfuhrzölle für Aluminium und Stahl aus Europa, Kanada und Mexiko einzuführen. Die USA befinden sich auch in einem Handelskrieg mit China. Alle vier genannten Akteure haben beschlossen, sich mit Gegenzöllen auf US-Produkte zu wehren. Sollten die Zölle anhalten, dürften die Euro-Bullen kurzfristig an Schwung verlieren. Ein breiter angelegter Handelskrieg dürfte auch zu einer deutlichen Abschwächung der globalen Wachstumsdynamik führen. Etwas, das normalerweise auch mit einem stärkeren Dollar zusammenfällt. Aber natürlich werden einseitige Zölle auf US-Importe zu strukturell höheren Preisen in den USA führen, was den fairen Wert des Dollars schwächen dürfte.

EURUSD Stunden-Chart

Derzeit sind die Euro-Bullen auf der Suche nach weiteren Fortschritten im Zusammenhang mit den Handels- und Zollkriegen – denn eines geben die Analysten klar zu: Eine weitere Eskalation der Trumpschen Handelsrhetorik auf dem G7-Gipfel nächste Woche oder eine mögliche Neubewertung der italienischen Risikoprämie im Euro stellen die beiden größten Risiken für das EUR/USD-Währungspaar dar. Die makroökonomische Nachrichtenlage ist relativ dünn, wir erwarten heute keine größeren Veröffentlichungen in Europa. Unterdessen ist die Wahrscheinlichkeit von drei weiteren Fed-Zinserhöhungen in diesem Jahr nach der Veröffentlichung der guten US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag gestiegen. Die gemeinsame Währung sollte heute starkem Druck seitens des US-Dollars ausgesetzt sein. Die erwartete Unterstützungs- und Widerstandsspanne für das Paar liegt bei 1,1625 / 1,1590 / 1,1550 und 1,1700 / 1,1735 / 1,1770.

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